Über das Projekt

Die Idee

Im Mittelpunkt des Gesamtprojekts stehen konkrete Objekte. Sie machen Geschichte mehr als nur be-greifbar: Stück für Stück sollen sie als Erinnerungsträger, als Verdichtungspunkte eine kulturwissenschaftliche Annährung an gelebte Identität(en) – das Unverwechselbare – des Bistums Essen ermöglichen.
Die vielen Objektgeschichten fügen sich zu einem Mosaik zusammen: einer möglichen Geschichte des Bistums Essen.

Eine solche Bistumsgeschichte in 30 Objekten erzählen wir in unserem Sammelband. Allen Bearbeiter:innen war dabei bewusst: Man könnte die Geschichte von Katholik:innen an Rhein, Ruhr & Lenne auch mit ganz anderen Objekten schreiben.

Wir sind der Meinung, dass Geschichtsschreibung offen & partizipativ sein muss und Bistumsgeschichte nicht nur von Kirchenhistoriker:innen geschrieben, sondern gemeinsam gelebt, ausgehandelt und erinnert wird.
Deshalb sind wir interessiert an Ihren Objekten und Ihren Geschichten. Gemeinsam soll das Gesamtbild geschärft werden.


Entwickelt, konzipiert und betreut wird die digitale Sammlung bistumsgeschichte.ruhr von Miriam Niekämper und Lea Torwesten (Kontakt: team(at)bistumsgeschichte.ruhr), Doktorandinnen am Lehrstuhl für Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit – Forschungsschwerpunkt Zeitgeschichte & Geschichte des Bistums Essen (JProf. Dr. Florian Bock, RUB).

Das Buch


Der Sammel­band
Ge­schich­te(n) des Bistums Essen in 30 Objekten
hrsg. von Florian Bock, Sebastian Eck, Miriam Niekämper & Lea Torwesten,
Münster 2021 (ISBN: 978-3-402-24774-7 )
bildet den Ausgangspunkt für die digitale Sammlung bistumsgeschichte.ruhr.
Er stellt eine der jüngsten Diözesen Deutschlands und ihre faszinierende materielle Alltagskultur in den Mittelpunkt. In diesem interdisziplinär angelegten Band sind unterschiedliche Fachleute ausgewählten Objekten auf der Spur. Sie befragen vertraute und unbekannte, kunstvolle wie kuriose Gegenstände nach ihrer Prägekraft für das ‚Ruhrbistum‘.

Welche Geschichte(n) erzählen etwa ein Wohnwagen, ein Panini-Sammelbild, ein Adventskalender, ein Fußballheiliger, ein Lolli oder eine Grubenlampe über die Identität(en) des Bistums?

Durch die wissenschaftlich fundierten und doch leicht lesbaren historischen Analysen will das Buch zur Selbstverständigung der Diözese zwischen dem Ruhrgebiet und dem Sauerland beitragen, um so Impulse für einen zukunftstauglichen Katholizismus in dieser Region zu gewinnen.

Der Arbeitskreis Essener Bistumsgeschichte

Die Idee zum Buchprojekt „Geschichte(n) des Bistums Essen in 30 Objekten“ wurde im Rahmen des Arbeitskreises „Essener Bistumsgeschichte“ entwickelt.

Der Arbeitskreis entstand auf Initiative des Lehrstuhls für Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit mit dem Schwerpunkt Zeitgeschichte und Geschichte des Bistums Essen der Katholisch-Theologischen Fakultät an der Ruhr-Universität Bochum.

Seit seiner Gründung im März 2019 vernetzt er Fachleute und Institutionen aus dem Bistum Essen und von den Universitäten Duisburg-Essen, Bochum und Hagen: Kunst-, Kirchen- und Allgemeinhistoriker:innen, Theolog:innen, Archivar:innen, Mitarbeiter:innen der Pastoral, Museumspädagog:innen, interessierte Lehrer:innen und Student:innen.

Ziel ist der interdisziplinäre Austausch. Dazu finden u.a. halbjährliche Treffen mit Vorträgen, Diskussionen, Exkursionen und Workshops statt.